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Nicht die Marke entscheidet – sondern der Bedarf des Fuhrparks

Wie Multi-Marken-Strategien für Orientierung und Wirtschaftlichkeit sorgen

Kopie von Design ohne Titel

Für Fuhrparkmanager war die Fahrzeugauswahl selten so komplex wie heute. Elektrifizierung, steigender Kostendruck, volatile Preise, neue Hersteller und die Nachwirkungen früherer Lieferengpässe haben die Entscheidungsgrundlagen im Fuhrpark verändert. Die Modellvielfalt wächst – gleichzeitig steigt der Anspruch an Wirtschaftlichkeit, Vergleichbarkeit und Planungssicherheit.

Athlon begegnet dieser Entwicklung mit einer klar definierten Multi-Marken-Strategie. Ziel ist dabei nicht maximale Vielfalt um jeden Preis, sondern ein strukturierter Entscheidungsansatz: vom konkreten Einsatzprofil über die Bewertung der Total Cost of Ownership (TCO) bis hin zur operativen Freigabe neuer Hersteller. Multi-Marke wird so zum Instrument für Orientierung in einem zunehmend unübersichtlichen Markt.

Warum der Bedarf wichtiger ist als das Markenlogo

Multi-Marke bedeutet bei Athlon nicht, möglichst viele Logos im Portfolio zu führen. Ausgangspunkt jeder Empfehlung ist die Frage: Welche Lösung passt wirtschaftlich und operativ zum jeweiligen Fuhrpark?

Einsatzprofil, Budgetrahmen, TCO, Serviceanforderungen und interne Prozesse spielen dabei eine zentrale Rolle. Die Marke ist nicht der Startpunkt der Entscheidung, sondern deren Ergebnis.

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Konkret bedeutet das:

  • Vergleich auf Basis objektiver Kriterien (Antriebsart, Verbrauch etc.)

  • Transparente Offenlegung von Kosten- und Serviceparametern

  • Strukturierte Bewertung von Risiken

  • Entscheidungshoheit beim Kunden

„Für uns steht nicht die Marke im Vordergrund, sondern der konkrete Nutzen für den Kunden. Multi-Marke heißt: Wir starten mit dem Bedarf, nicht mit einem Hersteller – außer der Kunde entscheidet sich bewusst für eine bestimmte Marke.“
Carsten Claßen, Senior Mobility Consultant Athlon Germany

Carsten Claßen

Dieser Ansatz unterscheidet sich bewusst von markengebundenen Modellen. Er ermöglicht eine Beratung, die nicht von Herstellerinteressen geprägt ist, sondern von wirtschaftlichen und operativen Parametern – ein entscheidender Vorteil für Fuhrparkverantwortliche, die ihre Entscheidungen intern belastbar begründen müssen.

Wie Auswahl konkret Kosten senkt

Ein zentraler Vorteil der Multi-Marken-Strategie liegt im breiten Warenkorb an Alternativen innerhalb vergleichbarer Fahrzeugsegmente. Athlon kann als Großabnehmer attraktive Konditionen verhandeln und diese an Kunden weitergeben. Das erleichtert auch den Einstieg in neue Marken.

Für Unternehmen bedeutet das: Ein Markenwechsel beginnt nicht bei null. Bestehende Service-, Abrechnungs- und Prozessstrukturen bleiben erhalten.

Vom Kompaktfahrzeug über vollelektrische SUVs bis hin zu leichten Nutzfahrzeugen stehen in nahezu jeder Kategorie mehrere Modelle unterschiedlicher Hersteller zur Verfügung.

Auf einen Blick:

  • Vergleich mehrerer Alternativen innerhalb eines Segments

  • Einheitliche Betrachtung der TCO (z. B. Kosten für Wartung, Reparatur, Reifen, Energieverbrauch)

  • Bewertung von Ausstattung, Technologie und Einsatzfähigkeit

Die Entscheidung wird dadurch nicht zwangsläufig einfacher – aber deutlich fundierter. Statt zwischen „Marke A oder B“ zu wählen, können Fuhrparkmanager systematisch bewerten, welches Fahrzeug unter realen Einsatzbedingungen wirtschaftlich am sinnvollsten ist.

Warum neue Hersteller ins Portfolio kommen – und andere nicht

Neue Anbieter wie BYD, XPENG oder Polestar haben den Markt in den vergangenen Jahren spürbar belebt. Auf der IAA Mobility 2025 in München präsentierten sich allein über 100 chinesische Hersteller. Für Athlon ist das jedoch kein Anlass, neue Marken unreflektiert ins Portfolio aufzunehmen.

Die Entscheidung folgt keiner kurzfristigen Trendlogik, sondern einer klar definierten, zweistufigen Prüfstruktur. Grundlage sind zwei strategische Säulen:

1. Nachfrage aus dem Markt

Die erste Säule ist die belegbare Marktnachfrage. Athlon nimmt neue Hersteller dann in den Blick, wenn sie in Kundengesprächen, Ausschreibungen oder Portfolioanfragen wiederholt und konkret adressiert werden.

Maßgeblich ist dabei nicht die öffentliche Aufmerksamkeit einer Marke, sondern ihre tatsächliche Relevanz für Fahrer:innen und Fuhrparkverantwortliche. Erst wenn sich eine nachhaltige Nachfrage sowie ein erkennbarer Mehrwert für definierte Kundensegmente abzeichnen, wird die Aufnahme in das Portfolio geprüft.

2. Systematische Marktanalyse

Parallel dazu analysiert das Produktmanagement kontinuierlich neue Hersteller und Modelle – unabhängig von Herkunft oder Markenimage. Bewertet werden Marktpositionierung, Technologie, Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die Fähigkeit zur Integration in bestehende Prozesse.

Die Freigabe erfolgt ausschließlich auf Basis klar definierter Kriterien. Nicht jeder neue Anbieter wird angebunden.

„Wir nehmen keine Marke auf, weil sie neu ist, sondern weil sie im Vergleich technisch, wirtschaftlich und operativ überzeugt.“
Carsten Claßen

Typische Bedenken – sachlich eingeordnet

Insbesondere im Bereich Elektromobilität haben neue Hersteller den Wettbewerbsdruck erhöht. Hohe Ladeleistungen, moderne Softwarearchitekturen und attraktive Reichweiten werfen zugleich Fragen auf:

  • Ist das Servicenetz ausreichend?

  • Wie steht es um Qualität und Langzeiterfahrung?

  • Welche Rolle spielen Datenschutz und Software-Updates?

  • Ist die Technik alltagstauglich für meinen Einsatzbereich?

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Von der Idee zur operativen Freigabe

Bevor ein neuer Hersteller Teil des Portfolios wird, durchläuft er einen strukturierten Prüfprozess. Die zentrale Frage lautet:
Ist das Fahrzeug im gewerblichen Alltag zuverlässig einsetzbar?

Geprüft werden unter anderem:

  • Dichte und Qualität des Werkstattnetzes

  • Ersatzteilverfügbarkeit und Lieferzeiten

  • Integration in Wartungs- und Reifenprozesse

  • Assistance- und Schadenmanagement-Strukturen

  • Systemintegration in Reporting und Abrechnung

Diese Prüfkriterien gelten einheitlich für alle Hersteller. Die Betreuung ist prozessbezogen, nicht markenbezogen. Für Fuhrparkleiter bedeutet das: Mehr Marken führen nicht automatisch zu mehr Komplexität – sofern Prozesse sauber strukturiert sind.

„Innovation allein reicht nicht. Ein Fahrzeug muss im Tagesgeschäft funktionieren. Erst wenn diese Kriterien erfüllt sind, erfolgt die operative Freigabe.“
Carsten Claßen

Mehr Orientierung statt mehr Komplexität

Die Multi-Marken-Strategie bei Athlon ist kein Marketingversprechen, sondern ein wirtschaftliches Steuerungsinstrument. Ein breiter Warenkorb an Alternativen ermöglicht den direkten Vergleich innerhalb eines Segments, schafft Flexibilität bei Lieferfähigkeit und Konditionen und eröffnet zugleich den Zugang zu neuen Technologien – etwa im Bereich Elektromobilität.

Entscheidend ist dabei nicht die Auswahl allein, sondern die Art der Beratung: Eine strukturierte Entscheidungslogik, unabhängig von einzelnen Marken, konsequent ausgerichtet an Einsatzprofil, Wirtschaftlichkeit und operativer Umsetzbarkeit.

Multi-Marke steht heute für mehr als nur Auswahl: für besseren Überblick, höhere Transparenz und fundierte Entscheidungen in einem Markt, der sich rasant verändert.